Im Zuge des Hochwasserschutzprogramms in Hamburg ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Niederhafen zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und Baumwall durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) vorgesehen. Die Planung für den Neubau folgt dem prämierten Gestaltungsentwurf des Büros Zaha Hadid mit dem zentralen Ansatz, die Promenade zum städtischen Umfeld und zum Wasser zu öffnen. In dem ersten Bauabschnitt hatte die Sprinkenhof bereits den Kiosk realisiert, der im Mai 2015 im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstages eröffnet worden ist. Ähnlich wie beim gegenüber dem City-Sporthafen bereits errichteten Kiosk / Hochbau Ost soll unmittelbar östlich des bisherigen Restaurants Überseebrücke ein dreigeschossiger Neubau entstehen und die neue Hochwasserschutzanlage formal ergänzen.
  
In diesem Zusammenhang ist die Sprinkenhof beauftragt worden, das ehemalige Überseerestaurant in dem derzeitigen zweiten Bauabschnitt des Hochwasserschutzes neu zu errichten, welches als veredelter Rohbau erstellt werden soll. Das Objekt befindet sich zwischen den Landungsbrücken und der Speicherstadt und bietet einen spektakulären Ausblick auf die Elbe und den Hafen Hamburgs. Der Standort zeichnet sich durch seine exponierte Lage zwischen den Landungsbrücken und der HafenCity aus und ist Hamburgern und Touristen hinlänglich bekannt.

Das geplante Gebäude des Überseerestaurants wird sich nahtlos in die Hochwasserschutz-Anlage (HWS) mit ihrer Promenade einfügen. Das dreigeschossige Gebäude entwickelt sich bündig aus der nordseitigen Straßenfassade und wird mit dunklem Basalt verkleidet sein. Die Fassadenöffnungen nehmen die Formsprache der Fassade der HWS-Anlage auf. Die südlichen Fassaden zur Promenade hin folgen den Prinzipien der Treppenkegel. Das Obergeschoss mit den beiden um fünf Grad nach aussen geneigten Fassaden kragt aus.  Nach Fertigstellung soll der 3-geschossige veredelte Rohbau für den Innenausbau an den zukünftigen Mieter übergeben werden. Derzeit finden die Rohbauarbeiten statt. Die Rohbaufertigstellung ist für Mitte März 2018 vorgesehen. 
     
Die Realisierung der Hochwasserschutzanlage wurde 2006 nach öffentlicher Ausschreibung (vom LSBG) vom Architekturbüro Zaha Hadid Architects gewonnen. Die Generalplanung der Hochwasserschutzanlage liegt in den Händen des LSBG (Landesbetrieb für Strassen, Brücken und Gewässer). Für das Überseerestaurant wurde KKP Architekten und Ingenieure mit der Ausführungsplanung und Baubetreuung beauftragt. Weitere Projektbeteiligte sind IGTech GmbH sowie das Ingenieurbüro Dr. Binnewies und hhpberlin als Brandschutzplaner.
     
Der Grundriss gliedert das Gebäude in den beiden Geschossen in zwei unterschiedliche Zonen: Entlang der Straßenfassade befindet sich die Kernzone mit zwei Treppenhäusern, Aufzügen und Versorgungsschächten. Im Gegensatz zu dieser weitgehend bestimmten Kernzone bietet der sich nach Süden Richtung Wasser anschließende Bereich größtmögliche Flexibilität hinsichtlich des Nutzungskonzeptes des späteren Betreibers und eines entsprechenden Ausbaus. Die interne vertikale Erschließung soll über zwei Treppenhäuser sowie zwei Aufzüge erfolgen, an die alle Geschosse anbunden werden sollen. Aufgrund der Lage am Rand des Promenadenbauwerks gibt es außer zwei Eingängen auf Straßenniveau auch die Möglichkeit, das Promenadengeschoss direkt von der Promenade aus zu erreichen.