Der Neubau des Großprüfstands für Blattlager von Windenergieanlagen des führenden Windenergieforschungsinstituts in Deutschland, Fraunhofer IWES hat im November 2017 Richtfest gefeiert. Das Großprüfzentrum entsteht am Technologiezentrum Energie-Campus des Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg in Bergedorf. Es bietet auf rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche Platz für 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und eine 450 Quadratmeter große Prüfhalle. Die Freie und Hansestadt Hamburg investiert für Grundstück und Gebäude rund 8,3 Millionen Euro.
  
In dem Großprüfzentrum werden künftig Blattlager mit Durchmessern bis zu fünf Metern – wie sie für 10 MW-Windenergieanlagen der nächsten Generation zum Einsatz kommen sollen – dauerhaft unter realistischen Betriebsbedingungen getestet. Somit kann die Ausfallsicherheit modernster Anlagen gesteigert werden, während die Energiegestehungskosten sinken. 
    
Der Prüfstand soll durch das Fraunhofer IWES betrieben und gemeinsam mit dem CC4E für anwendungsorientierte Forschung genutzt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat hierzu Projektfördermittel für Aufbau und Betrieb mit einem Volumen von ca. 12 Mio. Euro bewilligt. Die zusätzlich erforderlichen Mittel für eine Gebäudeinfrastruktur von rund 8,3 Mio. Euro investiert die Freie und Hansestadt Hamburg.
   
Das Gebäude gliedert sich in zwei wesentliche Nutzungsbereiche. Der eine ist die Halle in der der Prüfstand untergebracht werden soll. Der andere ist der Bereich mit der Unterbringung von Büros, Besprechungs-, Sanitär- und Haustechnikräumen.
Die Halle hat Abmessungen von ca. 18 x 26 x 13,5 m, wobei die Traufhöhe ca. 14,0 m beträgt. Angrenzend an die Halle befinden sich eine Lager- und ein Hydraulikraum sowie der dreigeschossige Bereich für die Unterbringung der Büros und die entsprechende Nutzung von den zugeordneten Nebenräumen.  Die Dachflächen werden sowohl im Hallen- wie auch im Bürobereich flach hergestellt. Die in den Festsetzungen zum Bebauungsplan vorgesehene 50% Bekiesung der Dachflächen soll entsprechend berücksichtigt werden. 
  


 
 




13.11.2017