Gute Nachrichten für den Bezirk Altona

Investition in Sanierung des historischen Fischerhauses Blankenese


26. November 2020

Investitionen in den Denkmalschutz und die Quartiersentwicklung beschlossen

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Bezirksamtsleiterin Altona Dr. Stefanie von Berg und Sprinkenhof-Geschäftsführer Jan Zunke haben bei einem Vor-Ort Termin den Planungsstand der begonnenen Sanierung des historischen Fischerhauses vorgestellt. Der Senat unterstützt dieses Projekt und hat dafür im Rahmen des angesichts der Corona-Krise entwickelten Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramms (HWSP) für den nächsten Doppelhaushalt 2021/2022 insgesamt 3,5 Millionen Euro reserviert. Ebenfalls aus Mitteln des HWSP wird die energetische Sanierung des Bürgerhauses Bornheide im Osdorfer Born im Stadtteil Lurup gefördert. Dafür sollen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsprogramm 900.000 Euro bereitgestellt werden.

Das Blankeneser Fischerhaus gehört zu der Gruppe der niederdeutschen Fachhallenhäuser und die beiden angebauten Flügel sind zweigeschossige Rähmbauten. Die Angaben über das Erbauungsjahr des Gebäudes schwanken zwischen ca. 1700 und ca. 1800. Nach intensiven Untersuchungen ist davon auszugehen, dass das Holzgerüst von Teilen des Gebäudes kurz nach 1570 zu datieren ist. Damit ist dieses Gebäude das älteste erhaltene Wohngebäude in Altona.

Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Historische Bauteile sollen nicht einfach ausgetauscht, sondern möglichst im Original erhalten und wiederhergestellt werden. Dafür waren diverse bauhistorische und dendrochronologische Untersuchungen notwendig.

Das Fischerhaus mit einer BGF-Fläche von rund 417 m² wurde zu einem Teil als Wohnung, zum anderen Teil von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Blankenese genutzt. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen sollen die Mieter der Wohnung diese wieder beziehen können. Die Kirchengemeinde wird wieder eine Altentagesstätte betreiben und interessierten Besuchern eine Besichtigung des Fischerhauses ermöglichen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 vorgesehen.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit unserem Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm HWSP helfen wir dabei mit, dass Hamburg in allen Bereichen wirtschaftlich und gesellschaftlich wieder aus der Corona-Krise kommt, dazu können auch kurzfristig wirksame und konjunkturfördernde Maßnahmen vor Ort beitragen. Wir unterstützen mit dem HWSP gesamtstädtisch relevante Maßnahmen ebenso wie auch Projekte in den Bezirken und Stadtteilen. Mit Investitionen in den Denkmalschutz und die Quartiersentwicklung kann auch im Hamburger Westen ein Konjunkturimpuls gesetzt werden. Das Fischerhaus ist als ältestes Hamburger Wohnhaus ein absolut erhaltenswertes Kleinod – unser Programm macht jetzt endlich die Finanzierung möglich, ohne das Bezirksamt mehr zu belasten. Das Bürgerhaus Bornheide ist für den Osdorfer Born unverzichtbar – gut, dass wir es jetzt energetisch fit machen. Mit 4,4 Mio. Euro alles in allem ein gutes Paket für Altonas Infrastruktur!“


Dr. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona: „Altona ist stolz auf seine Geschichte – und zu der gehört ohne Frage auch das Blankeneser Fischerhaus, immerhin handelt es sich hierbei um das älteste Wohnhaus Altonas. Seit etwa 1570 bot es Menschen in unserer Stadt ein Dach über dem Kopf – und tut das auch heute noch, wenngleich es bereits vor Jahren rivalisierende Ideen zur Nutzung des Gebäudes gab. Von einem Heimatmuseum war die Rede, von einer Altentagesstätte – unter der Führung von Max Brauer wurden die Ideen schließlich vereint. Jetzt liegt es an uns, für den Erhalt des traditionsreichen Bauwerks zu sorgen. Ich freue mich deshalb sehr, dass das Blankeneser Fischerhaus unter Beachtung bauhistorischer Vorgaben des Denkmalschutzes instandgesetzt wird. Auch bin ich erfreut darüber, dass das Bürgerhaus Bornheide im Stadtteil Osdorf, welches eine wichtige Anlauf- und Beratungsstelle für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen am Osdorfer Born darstellt, nun eine Sanierung des Wärmeverbundsystems unter klimaschutzrelevanten Gesichtspunkten erhalten wird. Gerade an diesem Standort ist die Möglichkeit eines breiten Angebots des gesamten sozialen Spektrums wie Weiterbildung, Hilfe bei Problemen des Lebens, aber auch schönen Aktivitäten mit gemeinsamen Treffen, von Bedeutung.“


Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, dass wir mit der Sanierung des Fischerhauses Blankenese einen Ort revitalisieren können, der für die Bewohner von Blankenese von besonderer Bedeutung ist. Und nicht nur für Blankenese: Wir tragen dazu bei, eines der ältesten Gebäude in Hamburg für zukünftige Generationen zu erhalten, so dass Geschichte lebendig wird. Die umfangreichen Voruntersuchungen an diesem historischen Ort sind nun bei der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen eine gute Grundlage, um den ambitionierten Zeitplan bis zum Frühjahr 2022 gewährleisten zu können. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, die mit viel Engagement zur Sicherung dieses Baudenkmals beitragen. Insbesondere sei an dieser Stelle der Finanzbehörde gedankt, die mit der Finanzierung dieses Vorhabens den Erhalt des Gebäudes sicherstellt.“

Das Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP)

Mit dem HWSP sollen in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt rund 900 Mio. Euro in diverse kurzfristig wirksame bzw. vorgezogene städtische Maßnahmen gelenkt werden, um einen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere die Hamburger Wirtschaft durch verlässliche und verstärkte staatliche Investitionstätigkeit aus der Corona-Krise kommt. Im Mittelpunkt des Programms stehen insbesondere die wichtigen Zukunftsthemen Klimaschutz, Mobilitätswende, Digitalisierung, Forschung, Bildung und Innovation. Die Mittel sollen dabei insbesondere für konjunkturell wirksame Maßnahmen der Sanierung und des Ausbaus der städtischen Infrastruktur (z. B. in Schulen, Hochschulen, im Sport oder den Bezirken), für IT- und Digitalisierungsprojekte, für Klimaschutzmaßnahmen sowie für Förderungen in den Bereichen Gesundheit und Arbeitsmarkt, aber auch Kultur und Tourismus eingesetzt werden. Dabei stehen sowohl gesamtstädtisch relevante Maßnahmen, wie auch Projekte in den Bezirken und Stadtteilen im Fokus, da gezielte Konjunkturimpulse auch vor Ort in den Stadtteilen wirksam werden sollen. Insbesondere die Ko-Finanzierung von aktuellen, ebenfalls der Krisenbewältigung dienenden Bundesprogrammen soll durch das Wirtschaftsstabilisierungsprogramm sichergestellt werden.

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