Im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sind umfassende Sanierungsarbeiten der Ränge geplant. Die Bekanntgabe dieser Baumaßnahmen und die damit verbundene Einschränkung des Spielbetriebes im Sommer 2018 erfolgte im Rahmen eines Pressegespräches am 23.02.2018 unter Beteiligung der Sprinkenhof im Deutschen Schauspielhaus.
 
Zu den Maßnahmen gehört, dass die beiden Ränge des denkmalgeschützten Zuschauersaals statisch ertüchtigt werden. Hierfür wird die Bestuhlung, 250 Plätze im ersten und 350 Plätze im zweiten Rang mitsamt der Böden aus- und späterhin wieder eingebaut. Durch die Zulage von ca. 35 Tonnen Stahl wird die zulässige Last pro Quadratmeter heutigen Standards angepasst und eine Verbesserung des Tragverhaltens im Brandfall erreicht. Im Zuge dieser Baumaßnahmen werden auch Teile der sanitären Anlagen sowie Teppichböden und Tapeten erneuert.

Es ist eine Unterbrechung des Spielbetriebes ab dem 1. Mai 2018 und damit verbunden eine Verlängerung der Spielzeitpause vorgesehen. Der Auftakt der kommenden Spielzeit 2018-19 ist im großen Haus für den 20. Oktober vorgesehen, bereits am 13. Oktober soll das Junge Schauspielhaus sein Programm wieder aufnehmen. Der Malersaal, das Rangfoyer sowie die neue Interimsspielsstätte des Jungen Schauspielhauses und die große Probebühne stehen während der Sanierungsmaßnahmen nicht zur Verfügung.

Aus diesem Grunde werden die Gastspielaktivitäten des Hauses verstärkt. Insgesamt sollen 8 Produktionen auf Tour gehen: es sind derzeit Gastspiele in München, Wien, Gütersloh, Dresden, Fürstenfeldbruck, Amsterdam, Brünn und Moskau vorgesehen. Die Produktion "Am Königsweg" in der Regie von Falk Richter ist zum diesjährigen Theatertreffen nach Berlin geladen. Die beiden Erfolgsproduktionen "Anna Karenina" und "Effi Briest" (beide mit anderem Text und Melodie) gastieren auf Kampnagel und bleiben damit in Hamburg präsent.  Die Premiere "Die ganze Welt in meinem Zimmer" des Jungen Schauspielhauses wird am 17. Mai 2018 in der Immanuel-Kirche auf der Veddel bis Juli 2018 gezeigt.

Sprinkenhof realisiert als Bauherr im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien (BKM) die anstehenden Sanierungsmaßnahmen. Diese komplexe denkmalgerechte Sanierung ist ein Pilotprojekt mit Blick auf das neue Mieter-Vermieter-Modell der Stadt.