Anlässlich des internationalen Energiespartags stellt die städtische Immobiliengesellschaft Sprinkenhof GmbH ihren energetischen Gesamtsanierungsfahrplan für die in eigener Bewirtschaftung befindlichen Gebäude vor. So sollen bis 2030 31.400.000 kWh und bis 2050 89.300.000 kWh Endenergie eingespart werden. Der Plan sieht zudem auch eine deutliche Erhöhung des Anteils lokal erzeugter, erneuerbarer Energie an der Energieversorgung der Gebäude vor. Bis 2030 sollen 12.500.000 kWh und bis 2050 28.100.000 kWh durch lokal erzeugte erneuerbare Energien gedeckt werden.

Rund 700 Gebäude werden aktuell von Sprinkenhof bewirtschaftet, darunter beispielsweise Feuerwehr- und Polizei-, Hochschul-, Kultur- und Gewerbeimmobilen. Diese Vielzahl und die inhomogenen Bestandsarten systematisch in eine ganzheitliche energetische Betrachtung einzubeziehen, ist das Ziel des Gesamtsanierungsfahrplans.

Finanzsenator und Sprinkenhof Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Dressel: „Wir haben uns selbst als Senat mit dem Klimaplan ehrgeizige Ziele gesetzt und diese mit dem Koalitionsvertrag im vergangenen Jahr noch einmal bekräftigt. Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen ist bei der Umsetzung ein wichtiger Bestandteil. In dem wir als Stadt konsequent alle eigenen Bestandsimmobilien energieeffizient sanieren und beispielsweise auf erneuerbare Energie- und Wärmeversorgung setzen, kommen wir dem Ziel der klimaneutralen Verwaltung bis 2030 einen großen Schritt näher – und können in diesem Bereich Vorbild sein.“

Bausteine einer zukunftsgerichteten, energetischen Portfoliostrategie

Der energetische Gesamtsanierungsfahrplan setzt sich zusammen aus dem energetischen Sanierungsfahrplan gemäß der Drucksache „Leitkriterien für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude der FHH“ und dem energetischen Sanierungsfahrplan „light“:

1. Energetischer Sanierungsfahrplan „light“: Einfache Betrachtung und Bewertung der nicht von der Drucksache „Leitkriterien“ betroffenen Gebäude (555 im Sprinkenhof Bestand) mit dem Ergebnis einer vorläufigen zeitlichen Sanierungsrangfolge gemäß ausgewählter Bewertungskriterien wie absoluter und spezifischer Endenergieverbrauch. Anschließende tranchenweise Überführung in die Detailuntersuchung.

2. Energetischer Sanierungsfahrplan gemäß Drucksache „Leitkriterien“: Detaillierte Betrachtung und Bewertung der von der Drucksache „Leitkriterien“ betroffenen Gebäude (145 im Sprinkenhof Bestand) mit dem Ergebnis einer zeitlichen Sanierungsrangfolge gemäß ausgewählter Bewertungskriterien wie potentielle CO2-Einsparung, potentielle spezifische CO2-Vermeidungskosten und potentielle Endenergieeinsparung.

Mit dem parallel im letzten Jahr umgesetzten Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften und Portfoliomanagement“ konnte zudem der Aufbau einer umfänglichen Datenbasis als Grundlage und Voraussetzung für die Einführung eines Energiemanagementsystems begonnen und der Grundstein für eine zukunftsgerichtete, energetische Portfoliostrategie gelegt werden.

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Mit unserem eigenen Unternehmensanspruch an die energetische Ertüchtigung des Gesamtportfolios im Rahmen des Hamburger Klimaplans leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der von der FHH gesetzten Klimaziele für die Zieljahre 2030 und 2050. Vorgaben des Klimaplans handhaben wir dabei als Mindestziele.“

Die Kosten für die Konzeption, Planung, Erfassung und Erstellung des Gesamtsanierungsfahrplans belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Euro, davon stammen rund 400.000 Euro von Bundesfördermitteln und rund 1,1 Mio. Euro sind über Klimaplanmittel von der Hamburger Umweltbehörde (BUKEA) finanziert.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Energie und Klima: „Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Hamburg sind Erneuerbare Energien ein Schlüssel. Ein weiterer liegt in der Einsparung von Energie – in den privaten Haushalten, in der Industrie, im Gewerbe und vor allem im Gebäudebereich insgesamt.Die Umweltbehörde finanziert aus Klimamitteln den Sanierungsfahrplan für öffentliche Gebäude. Es ist gut, wenn die Stadt mit Ihrem Bestand vorangeht und Maßstäbe setzt.“

Zielsetzung im Rahmen des Hamburger Klimaplans

Im Hinblick auf die Gesamtziele des Hamburger Klimaplans ist der Gesamtsanierungsfahrplan auf folgende energetischen Ziele ausgerichtet:

1. Einsparung Endenergie Sprinkenhof gesamt: bis 2030 31.400.000 kWh, bis 2050 89.300.000 kWh

2. Erhöhung des Anteils lokal erzeugter, erneuerbarer Energie: bis 2030 auf 12.500.000 kWh, bis 2050 auf 28.100.000 kWh

Im Rahmen der Finalisierung des Gesamtsanierungsfahrplans wird dieser derzeit mit der Instandhaltungsplanung harmonisiert und anschließend sukzessive in die Umsetzung überführt. Die Umsetzung der Maßnahmen wird einem kontinuierlichen Monitoring unterzogen und die durchgeführten Maßnahmen dokumentiert. So können zum einen die theoretisch berechneten Einsparpotentiale mit den tatsächlich erzielten Einsparungen abgeglichen und zudem auch die effektivsten Maßnahmen (Kosten/Nutzen-Verhältnis) herausgestellt werden.


Weitere Informationen über Sprinkenhof:

Als zentrale gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gibt Sprinkenhof der Stadt durch die Neubau- und Sanierungsprojekte ein Gesicht und baut als Investor und Realisierungsträger für die Zukunft Hamburgs. Sprinkenhof sichert Hamburgs Werte durch nachhaltiges Immobilienmanagement und garantiert die professionelle Anmietung für den städtischen Flächenbedarf. www.sprinkenhof.de

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