Neubau Wasserrettungszentrum

Für mehr Sicherheit an der Außenalster

Baumanagement: Sprinkenhof GmbH

Nutzer: Feuerwehr Hamburg, DLRG, THW, ASB, DRK

Standort


Für mehr Sicherheit an der Alster sorgt künftig das neue Wasserrettungszentrum im Harvestehuder Weg 1A.

Am Westufer der Außenalster, auf dem Grundstück der Außenstelle des Wasserschutzpolizeikommissariats 2 (WSPK 2) wird in Anlehnung an den Bestand in Klinkerbauweise ein neues Wasserrettungszentrum nach den Entwürfen von Sybille Kramer Architekten von der Sprinkenhof GmbH realisiert.

Mehr Sicherheit an der Außenalster

Geliebte Außenalster - Freizeit und Gewerbe

Hamburg liebt und verehrt seine Außenalster. Wassersportler aller Art verbringen hier einen Großteil des Jahres mit den Hobbies wie Rudern, Segeln, Stand-Up-Paddeln oder Tretbootfahren. Aus den berühmten Alsterdampfern heraus bestaunen jährlich Tausende Touristen die Schönheit der Alster und der abzweigenden Kanäle. Auch am Ufer pulsiert das Hamburger Freizeitleben: Jogger, Walker, Radfahrer und Spaziergänger tummeln sich auf den malerischen Wegen rundherum. Auf den Wiesen wird bei schönem Wetter gegrillt, gespielt, Sport getrieben und Zeit verbracht. Für Einheimische und Touristen zugleich hat die Alster einen unschätzbaren Wert. Auch gewerblich ist sie durch den Tourismus und die Gastronomie ein starker wirtschaftlicher Faktor. Triathlon, Kirschblütenfest, Alstervergnügen oder Drachenbootrennen - die Außenalster ist ein beliebter Ort für regelmäßige Großveranstaltungen.


Achtung Gefahrenpotential

Wo viele Menschen zusammenkommen, kommt es leider immer wieder zu Unfällen. Gerade beim Wassersport passieren häufig Kenterungen, Kollisionen oder Badeunfälle. Polizei, Feuerwehr und ehrenamtliche Hilfsorganisationen rücken regelmäßig zum Stichwort "THWAY" (Technische Hilfeleistung, Menschenleben in Gefahr) aus.


Im Einsatz für die Sicherheit

Bei Alarmierungen in Gefahrensituationen zählt jede Minute. Daher ist es essenziell, die Wege von Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten so kurz wie möglich zu halten. Aktuell müssen Einsatzkräfte von ihren Stützpunkten aus an die Alster fahren und dort die am Wasser befindlichen Rettungsmittel besetzen. An hoch frequentierten Tagen kommt es dabei häufig zu Verzögerungen durch dichten Verkehr und Menschenmengen - Verzögerungen, die es dringend zu vermeiden gilt. Zudem führten Veränderungen bei Ruder- und Segelclubs zu einer schlechteren Unterbringung von ehrenamtlichen Helfern zur Absicherung von Wassersportveranstaltungen.

Wasserrettungszentrum wird dringend gebraucht

Für effiziente und schnelle Einsätze in der Zukunft wird das Wasserrettungszentrum an der Außenalster dringend gebraucht. Daher entschied sich die Bürgschaft der FHH bereits im August 2016 mit der Drucksache 21/5553 für den Bau im Rahmen des "Sanierungsfonds Hamburg 2020".

Eine gemeinsame Station von DLRG, Feuerwehr, freiwilliger Feuerwehr und diversen Hilfsorganisationen ermöglicht allen Beteiligten ihre Ausrüstung mit schnellem Zugriff unterzubringen - selbst im Winter und bei schlechtem Wetter. Geplant ist eine verbindliche, ganzjährige Besetzung des Wasserrettungszentrums mit Einsatzkräften für mehr Sicherheit an der Außenalster.

Respektvolle Eingliederung in die Umgebung

Die Landschaft der Außenalster unterliegt besonderen Reglementierungen, die ihr einzigartiges Erscheinungsbild schützen sollen. Umso wichtiger war es, für das Wasserrettungszentrum einen Ort zu wählen, der die Grünanlagen möglichst unberührt lässt und sich respektvoll in die Umgebung einfügt.

Optimale Flächennutzung

Um möglichst wenig Fläche zu versiegeln, ist der Neubau auf dem Souterraingeschoss des benachbarten Bestandsgebäudes geplant. Somit werden für den Bau weder bestehende Grünflächen versiegelt, noch der Baumbestand in Mitleidenschaft gezogen. Das Terrassen-artig anmutende Souterraingeschoss des Nachbargebäudes wird einfach aufgestockt. Dabei handelt es sich um das Wasserschutzpolizeikommissariat 2 - ein Klinkerbau aus den 1950er Jahren, welches jedoch nicht von Architekt Fritz Schumacher stammt, wie einige Quellen im Netz behaupten. Das Grundstück auf dem städtischen Gelände im Harvestehuder Weg 1A, in Verlängerung der Alten Rabenstraße wird somit bereits von der Polizei genutzt und verfügt über eine Steganlage. Hinzu kommt nun der platzsparende Neubau mit reichlich Aussichtsflächen, der mit einer Grundfläche von nur 110 m² auskommt. Zudem geplant sind eine neue Steganlage (nicht im Bild visualisiert), eine Sliprampe für Einsatzmittel sowie ein behindertengerechtes öffentlichen WC als Ergänzung zu den bestehenden öffentlichen WCs mit Treppenzugängen. Dieses trägt maßgeblich zum Erhalt der Uferkante bei - Böschung und Baumbestand bleiben durch den Bau unberührt.

Mittig zum Gewässer gelegen und durch unmittelbare Nähe zum Anleger wird das Wasserrettungszentrum künftig gut erkennbar sein.

Glasfassade und Klinker

Funktionale Ästhetik

Zum Wasser hin öffnet sich der Aussichtsbereich mit einer breiten Glasfassade. Diese schafft einen Wind- und Wetter-geschützten Wachraum für eine ganzjährige Besetzung. Zur Straßenseite hin ermöglicht ein spezieller Bereich die blick- und wettergeschützte Lagerung verletzter Personen zur Ersten Hilfe.

Passend zum Bestandsgebäude wird der Neubau mit handgefertigten Ziegeln verkleidet, die durch eine leichte Überlappung an Schuppen erinnern und die horizontalen Linien betonen sollen. Durch den Klinker wird der die Gebäudehülle besonders Widerstandsfähig und kann eine lange Zeit wartungsfrei überstehen. Das besondere: das begehbare Flachdach wird eine zusätzliche Aussichtsplattform bieten und soll extensiv begrünt werden.

Insgesamt werden Neubau und Bestandsgebäude ein stimmiges Ensemble bilden.

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