Opernwerkstätten und -fundi

Neubau für die Hamburger Staatsoper


Geplante Fertigstellung: 2017/2018
Größe: ca. 22.123 m² BGF
ca. 220.000 m³ BRI
Nutzer: Hamburger Staatsoper
Standort

Im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort wird auf einem sich momentan in der Erschließung befindlichen Gelände der Neubau der Opernwerkstätten und -fundi errichtet. Auf dem Gelände des ehemaligen Huckepackbahnhofs entsteht ein hochmodernes Gewerbegebiet, auf welchem die im Hamburger Stadtgebiet auf drei Standorte verteilten Werkstätten und Fundi der Hamburger Staatsoper zusammengeführt werden sollen. Der gesamte Fundus wird dort lagern und auch die Bühnenbilder sollen in Zukunft dort produziert und gelagert werden.
Der Neubau der Opernwerkstätten und –fundi ist in zwei Bauabschnitten geplant und soll im Jahr 2018 mit Abschluss des zweiten Bauabschnittes fertiggestellt werden. Nachdem im November 2016 mit dem Rohbau begonnen wurde, wurde der Kulissenfundus im ersten Bauabschnitt zum Ende des Jahres 2017 fertiggestellt. Die Arbeiten an den Dekorationswerkstätten, dem Kostüm- und dem Maskenfundus sollen voraussichtlich im Sommer 2018 beendet werden.

DFZ Architekten haben für dieses Projekt eine Arbeitsgemeinschaft mit den Fachplanern Drees & Sommer Advanced Building Technologies aus Hamburg (Technische Gebäudeausrüstung/Thermische Bauphysik) und den Stuttgartern schlaich bergermann und partner – sbp gmbh (Tragwerksplanung) gebildet. Bei dem Neubau der Opernwerkstätten und -fundi handelt es sich um die erste bauliche Maßnahme bei der Umnutzung des Gesamtareals Huckepackbahnhof in ein urbanes Gewerbegebiet mit hohen Qualitätsanspruch. Bei dem VOF-Wettbewerbsverfahren wurde besonderen Wert auf die Fassadengestaltung gelegt, die an die Hamburger Speicherstadt erinnern soll. Der von dem Hamburger Architekturbüro DFZ-Architekten erstellte Entwurf gliedert den Neubau in drei Gebäudeteile. Auf insgesamt rund 19.700 m² umfasst der Gebäudekomplex der Opernwerkstätten und –fundi außerdem Gewerke wie die Schlosserei, die Tischlerei oder die Theatermalerei. Die drei Gebäude umfassen die Dekorationswerkstätten mit zwei Ebenen, den Kulissenfundus sowie den Kostüm- und Maskenfundus mit vier Ebenen.

Alle drei Gebäude bzw. Gebäudeteile bauen sich auf einer bauseitigen Pfahlgründung mit einem Pfahlrost und einer darauf liegenden Bodenplatte/-decke auf. Mit dieser Entwicklung des Neuen Huckepackbahnhofs und des Billebogens im innenstadtnahen Stadtteil Rothenburgsort wird die vielfältige Entwicklung Hamburgs im Zusammenspiel mit der benachbarten HafenCity, mit Hamburgs zweitgrößtem Industriestandort Billbrook im Osten und mit der künftigen Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook auf der südlichen Elbseite gestärkt. Seit Sommer 2017 wurde mit dem Straßennetz auch die innovative Konzeption des Standorts für urbane Produktion, Dienstleistungen und mehr sichtbar: Das Gelände wurde für einen neuen Typus Gewerbebauten aufgehöht, sodass zur Straßenseite eine repräsentative Adresse, zur Rückseite unterdessen eine tiefer liegende Logistikebene entsteht.

Ein multiples Erschließungskonzept integriert den Neuen Huckepackbahnhof künftig intensiv mit der Umgebung und den ÖPNV-, Rad- und Fußgängerverbindungen. Derzeit wird durch die Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, eine Tochter der HafenCity Hamburg GmbH, zusammen mit dem Bezirk Hamburg-Mitte der Funktionsplan, der 2018 in einen Bebauungsplan münden soll, entwickelt.

 
  

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