Der ca. 900 m² große Innenhof des denkmalgeschützten Museums für Hamburgische Geschichte wird in etwa 20 m Höhe von einem gewölbten Glasdach überspannt. Der überdachte Innenhof mit historischer Backsteinfassade, barockem Petriportal, Skulpturen und dem modernen Glasdach stellt einen bedeutenden Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die Stadt Hamburg dar. Nutzer der Fläche ist das Museum für Hamburgische Geschichte, welches die Fläche für verschiedenste Ausstellungen und Veranstaltungen nutzt. Die um 1990 fertiggestellte ursprüngliche Konstruktion stammt aus der Feder der Hamburger Architekten gmp.

Die Überarbeitung der  Konstruktion wurde in Zusammenarbeit mit der Metallbaufirma Angelian aus Hamburg, dem Büro für Glasstatik gsk aus Nordrhein-Westfalen und dem Büro für Fassadenplanung Nord fpn überplant. Nach zahlreichen Untersuchungen hinsichtlich der Biege- und Reißfestigkeit der ausgewählten Materialien, wurden für verschiedenen Versuchsaufbauten 1:1 Modelle gefertigt und deren Beständigkeit unter extremen Bedingungen geprüft und letztlich für gut befunden. Der gesamte Innenhof wurde mit einem raumfüllenden Gerüst versehen, welches die Arbeiten unter den Glaskuppeln ermöglichen sollte.

Im Zeitraum von Anfang bis Mitte 2016 wurden 7.452 m Spannseile und die dazugehörigen 1.072 Knotenpunkte ausgetauscht. Im Anschluss erfolgte die Demontage der 1.263 Stk. Glasscheiben, die zu 95 % individuell gefertigt werden mussten. Nach Inspektion der Stahlkonstruktion wurden zahlreiche Schwachstellen festgestellt, die behoben werden mussten. Zum Teil kamen für diese Arbeiten, die bis Mitte 2017 andauerten, nur Spezialfirmen (z.B. Schweißarbeiten) in Frage.

Die Gesamtlaufzeit für die Erneuerung des Glasdaches belief sich auf ungefähr drei Jahre Projektlaufzeit, von Mitte des Jahres 2015 bis Mitte 2018. Die technische Abnahme der aufwändigen Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen des Glasdaches erfolgten im August 2018. Nutzer ist das Museum für Hamburgische Geschichte im Holstenwall 24.