Neubau HARBOR

Ham­burg Ad­van­ced Re­se­arch Cent­re for Bio­or­ga­nic Che­mis­try


Fertigstellung: 2020

Größe: ca. 6.106 m² NGF
rund 7.030 m² BGF
rund 31.000 m³ BRI

Nutzer: Universität Hamburg

Standort

Auf Grund­la­ge der Emp­feh­lun­gen des Wis­sen­schafts­ra­tes (WR) beschloss die Ge­mein­sa­me Wis­sen­schafts­kon­fe­renz von Bund und Län­dern (GWK) Am 24. Juni 2016 das Vor­ha­ben, „Ham­burg Ad­van­ced Re­se­arch Cent­re for Bio­or­ga­nic Che­mis­try (HAR­BOR)“ in die För­der­pha­se 2017 auf­zu­neh­men. ­

Der For­schungs­bau entsteht auf dem Cam­pus Hamburg Bah­ren­feld. In ihm sol­len neun Ar­beits­grup­pen mit 118 Wissenschaftler/innen in vier Ab­tei­lun­gen tätig sein:

  • Spek­tro­sko­pie / Ima­ging
  • Struk­tur­mo­le­ku­lar­bio­lo­gie
  • Syn­the­ti­sche Che­mie und
  • Syn­the­ti­sche Theo­rie

Mit dem neuen Forschungsgebäude soll an der Fa­kul­tät für Ma­the­ma­tik, In­for­ma­tik und Na­tur­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Ham­burg die In­fra­struk­tur für Ex­pe­ri­men­te mit ul­tra­kur­zer Zeit­auf­lö­sung an mo­le­ku­lar­bio­lo­gi­schen Sys­te­men ge­schaf­fen wer­den. Ziel ist es, Me­tho­den zur ge­ziel­ten Aus­lö­sung und Kon­trol­le von Pro­zes­sen in Ein­zel­mo­le­kü­len mit­hil­fe von Licht zu ent­wi­ckeln, um diese Pro­zes­se sicht­bar zu ma­chen und zu un­ter­su­chen.

Das HARBOR befasst sich insbesondere mit der Fragestellung, wie sich die elementaren Bausteine in der Natur bewegen und den Möglichkeiten, wie sich Atome, Moleküle und Elektronen in Nanosystemen auf allen Längen und Zeitskalen gezielt und präzise steuern lassen. Hierzu ist die zeitaufgelöste Analyse grundlegender chemischer und physikalischer Prozesse im Bereich der Photonen- und der Nanowissenschaften notwendig.

Im Center for Chemical Dynamics (CCD) werden Forscherteams aus verschiedenen Bereichen der Physik, der Chemie und der Biologie arbeiten.

Das HAR­BOR-Vor­ha­ben ent­wi­ckel­te sich aus dem Ex­zel­lenz­clus­ter „The Ham­burg Cent­re for Ul­tra­fast Ima­ging“ (CUI) und schließt di­rekt an die dor­ti­ge For­schung zur ato­mar auf­ge­lös­ten Struk­tur­dy­na­mik an.

Dabei soll es vor allem um zwei zen­tra­le For­schungs­the­men gehen:

  1. der Zu­sam­men­hang zwi­schen Ge­schwin­dig­keit und Be­we­gung
    von En­zym­re­ak­tio­nen
  2. die Trans­port­me­cha­nis­men in Mem­bra­nen und deren Ein­fluss auf
    Pro­zes­se in einer Zelle

Ziel ist es, von die­sen Pro­zes­sen dy­na­mi­sche Ge­samt­bil­der in ver­schie­de­nen Grö­ßen­ord­nun­gen zu er­stel­len.


Beteiligt am Projekt:

  • Die Ausführungsphase wird von Nickl & Partner Architekten AG, München, übernommen.
  • Weitere Projektbeteiligte für die TGA- und Laborplanung sind ZWP Ingenieur AG mit Sitz in Hamburg.

Baufortschritt im Zeitraffer

Zeitachse des Bauprojektes HARBOR

21. Dezember 2017

Der erste Spatenstich erfolgt feierlich im Dezember 2017 mit Dr. Martin Hecht, Kanzler der Universität Hamburg, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Prof. Dr. Arwen Pearson, Wissenschaftliche Leiterin des HARBOR, und Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH (von links).

06. November 2018

Prof. Dr. Arwen Pearson, wissenschaftliche Leiterin des HARBOR, spricht beim Richtfest im November.

22. April 2020

Kurz vor der geplanten Fertigstellung beeindruckt die glitzernde Keramikfassade in der Frühlingssonne.

04. Juni 2020

Das Forschungslabor für Hamburger Spitzenforschung, HARBOR in Bahrenfeld, ist fertiggestellt und übergeben.

Die Pressemitteilung hierzu finden Sie hier.


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