Umfassende Sanierung und ModernisierungPhilosophenturm Universität Hamburg
DenkmalschutzSanierungProjektstatus: AktuellGeplante Fertigstellung: 4. Quartal 2022Größe: 34.045 m² BGFNutzer: Universität Hamburg
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Eine komplette Hochschulinfrastruktur in vier Bauteilen

Der „Philosophenturm“ ist ein 14-geschossiges denkmalgeschütztes Hochhaus des Architekten Paul Seitz aus dem Jahr 1962 im Bezirk Eimsbüttel auf dem Campus der Universität Hamburg. Er ist einer der wenigen Hochhäuser in Hamburg.

Das Gebäude besitzt einen Z-förmigem Grundriss mit vier Bauteilen. In den Bauteilen 1 und 3 (Flügelbauten) waren Seminarräume und Büros der Fakultätsmitarbeiter*innen sowie die Fachschaftsräume der Fakultäten untergebracht. Im Bauteil 2 (zentraler Mittelbau) befanden sich vor der Sanierung fünf Bibliotheken in verschiedenen Etagen sowie sechs Aufzugsanlagen die allerdings nur bis zum 12. Stock führten. Die Geschosse 13 und 14 waren nur über Treppen erreichbar. Im Eingangsgeschoss liegen die Mensa sowie sieben Hörsäle, die einen Innenhof umschließen (Bauteil 4).

 

Fünf Fakultäten, 2.500 Studierende und 500 Arbeitsplätze

Das Gebäude wurde vor der Sanierung von den fünf geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Hamburg – Philosophie, Geschichte, Literatur, Sprachen und Medien I + II – genutzt. Vor dem Umbau kamen im sogenannten „Philturm“ rund 2.500 Student*innen zusammen und es gab rund 500 Universitäts-Arbeitsplätze. Nach den umfassenden Sanierungsmaßnahmen und der Erweiterung durch einen zusätzlichen Gebäudeteil werden es noch deutlich mehr.

In den oberen Stockwerken wurden die fünf Bibliotheken täglich von etwa 800 Besucher*innen genutzt. Nun werden diese zu einer großen, barrierefreien Zentralbibliothek zusammengefasst.

 

Dringender Sanierungsbedarf

Das denkmalgeschützte Hochhaus war nach baulicher, technischer Bewertung mit wesentlichen Mängeln in die Jahre gekommen. Die Betriebsgenehmigungen liefen nach mehrmaliger Verlängerung und Teilsanierung, vor allem des Brandschutzes, im Oktober 2017 endgültig aus, sodass hier dringender Handlungsbedarf bestand.

Ab dem 01. August 2017 erfolgte der schrittweise Umzug des universitären Betriebes in die City Nord und die Planungen für die dringend nötigen Sanierungsarbeiten begannen. Ab dem Wintersemester 2022/2023 soll der Universitätsbetrieb im Philosophenturm wiederaufgenommen werden.

 

Umfassende Sanierung, Modernisierung und Erweiterung

Die Modernisierung der Bestandsgebäude umfasst, in Abstimmung mit dem Denkmalschutz, die Ertüchtigung auf die aktuellen Brandschutz-, Schallschutz- und Akustikanforderungen. Außerdem die vollständige, behindertengerechte und barrierefreie Zugänglichkeit sowie eine neue, moderne und offene Raumaufteilung auf allen Etagen. Die technische Gebäudeausrüstung und alle Aufzugsanlagen werden ebenfalls komplett erneuert und künftig deutlich energieeffizienter.

Auch die Mensa wird generalsaniert und erhält neben einem modernen Raumkonzept eine komplett neue energieeffiziente technische Ausstattung.

Die fünf separaten Bibliotheken werden in den Etagen zwei bis sechs zu einer großen Zentralbibliothek zusammengefasst. Diese bekommt eine eigene innere Erschließung durch ein zusätzliches Treppenhaus und einen Bibliotheksaufzug.

Das denkmalgeschützte Foyer soll in Zukunft auch für Veranstaltungen genutzt werden.

 

Im Innenhof des Bestandsgebäudes entsteht ein dreigeschossiger Neubau mit ca. 900 m² zusätzlicher Nutzfläche. Vier Veranstaltungsräume mit einer Pantry bieten im Erdgeschoss künftig Platz für interne und externe Events. Im Obergeschoss entsteht ein lichtdurchfluteter Raum für studentisches Arbeiten und das Kellergeschoss wird als Magazin für einen Großteil der ca. 900.000 Bibliotheksmedien dienen. Bei größeren Events kann der Neubau sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss gleichzeitig für Veranstaltungen gem. Versammlungsstättenrichtlinien genutzt werden.

 

Die Sprinkenhof GmbH als Realisierungsträger wurde mit einem Generalplanungsauftrag vom Bedarfsträger der BWFGB mit dem Projektmanagement nach AHO beauftragt. Gleichzeitig sollen das Projekt und der Gebäudebetrieb nach der Modernisierung in das FHH Realisierungsmodell (Mieter-Vermieter-Modell (MVM)) gem. Drucksache 20/14486 vom 27.01.2015 Optimierung des Immobilienmanagements überführt werden.