Eine JazzHall für Hamburg

Dr. E. A. Langner-Stiftung und Senat eröffnen bahnbrechenden Konzertsaal an der HfMT

Auf dem Campus der Hochschule für Musik und Theater (HfMT), in unmittelbarer Nähe zur Alster, ist in rund zweijähriger Bauzeit eine neue und spektakuläre Konzerthalle für Jazz und weitere experimentelle Musik- und Kunstformen in Hamburg entstanden. Heute wird die JazzHall mit einem Videotrailer eröffnet, ab kommender Woche finden erste öffentliche Konzerte statt. Der Lehrbetrieb startete bereits zum Sommersemester 2021. Das Besondere: Die 550 m² große JazzHall mit Platz für bis zu 300 Konzertbesucherinnen und -besucher befindet sich unter der Gartenanlage des denkmalgeschützten Budge-Palais und wird sich nur um die zusätzlich benötigte Raumhöhe aus der Rasenfläche wölben. Die Realisierung der Jazz Hall wurde initiiert und konzipiert von der Dr. E.A. Langner-Stiftung und von der Senatskanzlei Hamburg sowie der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke umgesetzt. Gebaut wurde sie von der Sprinkenhof GmbH im Rahmen des städtischen Mieter-Vermieter-Modells (MVM).

Die Gesamtprojektkosten für die JazzHall betragen rund 6,4 Mio. Euro. Davon übernimmt die Dr. E. A. Langner-Stiftung 5,7 Mio. Euro und die Stadt Hamburg bis zu 700.000 Euro. Hamburg und die Dr. E. A. Langner-Stiftung stärken die HfMT-Jazzabteilung darüber hinaus: die Anzahl der Studienplätze wird bis 2022/23 verdoppelt. Auch die Fertigstellung des JazzLabor wird in Ergänzung zur JazzHall im Rahmen des Ausbaus des Masterstudiengang „Jazz“ und in Kooperation mit der Dr. E.A. Langner-Stiftung realisiert. Durch die Kombination aus den beiden Neubauten entsteht an der Außenalster mehr Raum für Proben und Aufführungen, welcher dringend benötigt wird.

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Festakt zur Eröffnung auf das Jahr 2022 verschoben. Im kommenden Jahr ist zu diesem Zweck eine musikalische Festwoche geplant.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister: „Mit der JazzHall bekommt Hamburg eine neue, moderne Musikstätte. Sie ist eine Bereicherung für die musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die sich auf außergewöhnliche Konzerte in einem außergewöhnlichen Konzertsaal freuen können. Die JazzHall kann zu einem Publikumsliebling werden – im Herzen der Stadt und mit Blick auf die Alster. Mit der JazzHall erhält die Hochschule für Musik und Theater eine exzellente Ausbildungsstätte für Jazz-Musikerinnen und -musiker und eine besondere Bühne für weitere experimentelle Kunstformen. Ich bedanke mich bei der Dr. E. A. Langner-Stiftung für ihr Engagement und wünsche der Hochschule für Musik und Theater viel Erfolg sowie allen Fans der Jazz-Musik viel Freude mit dem JazzLabor und der neuen JazzHall in Hamburg.“

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Mit der JazzHall entsteht ein hochattraktiver und moderner Konzertsaal, der zusammen mit dem JazzLabor und dem Ausbau des Jazzstudiengangs der HfMT die internationale Strahlkraft der Hochschule und des Musikstandortes Hamburg deutlich erhöht. Jazz-Studierende sowie nationale und internationale Stars der Szene bekommen einen exzellenten Ort, um neue Konzertformate zu entwickeln und ihr Publikum zu begeistern. Ich danke allen Beteiligten – insbesondere der Dr. E. A. Langner-Stiftung – für das hohe Engagement und die großzügige Unterstützung. Von der JazzHall bin ich absolut begeistert. Die Atmosphäre und der Ort inspirieren ungemein und das tut ja auch die Jazzmusik. Gerade in Zeiten der Pandemie haben wir festgestellt, dass eigentlich nichts so wichtig ist wie Spontaneität, Improvisationstalent aber auch Toleranz. Und das sind Werte, die grade durch die Jazzmusik vermittelt werden und von daher wird das ein Ort von außerordentlicher Strahlkraft sein, der sowohl Ausbildung aber auch Veranstaltungen und Musik auf höchstem Niveau ermöglichen wird und darauf freue ich mich ganz besonders.“

Prof. Sabina Dhein, Vizepräsidentin der Hochschule für Musik und Theater Hamburg: "Es ist gerade jetzt von zentraler Bedeutung, mit dem Blick in die Zukunft ein so positives und Mut machendes Signal für den Jazz, für die Hochschule und die Kultur insgesamt zu setzen. Durch den Bau des JazzLabors ist ein sehr wichtiger Schritt in der Jazzausbildung an der HfMT möglich geworden. Ich danke Herrn Dr. Ernst A. Langner und seiner Stiftung, die diesen übergreifenden Gedanken zur Förderung des Jazz mit größtem persönlichen Einsatz mitentwickelt und zu großen Teilen finanziert haben und ich danke dem ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sowie der zweiten Bürgermeistern und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank für ihre Unterstützung zur Realisierung des neuen Ausbildungs- und Konzertstandortes, der dem Jazz in der Musikstadt Hamburg bislang ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten geben wird.“

Dr. Ernst A. Langner, Stiftungsratsvorsitzender der Dr. E. A. Langner-Stiftung: „Hamburg ist auf dem besten Wege auch im Bereich des Jazz eine Weltmusikstadt zu werden. Die Errichtung des JazzLabor und der JazzHall sind der Beginn einer neuen Zeitrechnung für die HfMT. Eine JazzHall für Jazz, Crossover und Weltmusik steht ab heute Studenten sowie nationalen und internationalen Jazz-Musikern zur Verfügung. Meine Frau und ich sind begeistert, dass nach über einem Jahrzehnt harter Arbeit aus einer Vision Wirklichkeit wurde. Möge Hamburg auf das JazzLabor und die JazzHall stolz sein.“

Prof. Elmar Lampson, Präsident Hochschule für Musik und Theater Hamburg: „Die Hochschule bekommt durch den Bau der JazzHall eine neue Facette. Ganz deutlich nach außen zu erkennen an dem wunderbaren Bauwerk, das sich zur Alster hin erstreckt. Aber auch in die Hochschule hinein ist eine Aufbruchsstimmung spürbar. Die HfMT erhält einen Ort, an dem neue Akzente im Jazz gesetzt, Kreativität und Impulse gelebt und Weiterentwicklungen ermöglicht werden. Das ist gerade in dieser Zeit, in der Kulturinstitutionen mit oft großen Sorgen in die Zukunft blicken, ein wichtiges Signal. Daher geht mein besonderer Dank an Herrn Dr. Ernst A. Langner und seine Stiftung für diese für die HfMT so wichtige Förderung, die eine der größten privaten Zuwendungen in der Geschichte der Hochschule ist. Zusammen mit Prof. Wolf Kerschek hat Dr. Langner diese zukunftsweisenden Ideen für den Jazz entwickelt. Die Stadt hat dies aufgenommen und ich danke dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und der Zweiten Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank für ihre großartige Unterstützung und den Mut zur Realisierung der Jazz Hall.“

Prof. Nils Landgren, Jazzmusiker, Hochschule für Musik und Theater Hamburg: „Dieser Saal übertrifft alle meine Erwartungen. Ich glaube das hier ist der einzige Weg um sich entwickeln zu können und einen Platz zu haben, wo man dazugehört, seiner Stimme Gehör geschenkt bekommt und gesehen wird. Und das hier ist genau die richtige Stelle für junge, ältere und sogar alte Musiker sich hier zu treffen. Und ich freue mich, wenn man den Vorhang hinter der Bühne wegnehmen kann und einen Alsterblick haben kann. Ich glaube das wird einfach astral.“

Prof. Wolf Kerschek, Leiter Fachbereich Jazz, Hochschule für Musik und Theater Hamburg: „Jazz lernt man am besten dort, wo er erlebt und gelebt werden kann. Wir bedanken uns von Herzen bei allen, die das möglich machen.“

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Nach der Sanierung der Trautwein-Gebäude, die zu dem Ensemble mit dem denkmalgeschützten Budge-Palais gehören, freue ich mich, dass wir mit der JazzHall einen funktionalen und architektonisch herausragenden Neubau für die Hochschule für Musik und Theater realisieren konnten. Wir danken allen Beteiligten, insbesondere der Langner Stiftung, für die gute Zusammenarbeit und für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir wünschen der JazzHall viel Erfolg und sind uns sicher, dass damit der musikalische Standort Hamburg mit wunderbaren Jazz weiter gestärkt wird!“

Weitere Infos: www.jazzhall.de

 

Pressekontakt für Rückfragen der Medien

Pressestelle des Senats
Telefon: Telefon: 040 42831 2242
E-Mail: pressestelle@sk.hamburg.de

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Jon Mendrala - Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2322
E-Mail: Jon.Mendrala@bwfgb.hamburg.de

 

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