Grundsteinlegung für das „Haus der Begegnung Haferblöcken“

Grundsteinlegung „Haus der Begegnung Haferblöcken“ Meilenstein für Quartiersentwicklung

#HamburgsBezirke – Neues Stadtteilzentrum für Öjendorf und Billstedt

Das Haus der Begegnung ist ein Schlüsselprojekt der integrierten Stadtteilentwicklung und ein zentraler Ort im jungen Quartier Haferblöcken – Dringsheide. Es ist ein Ergebnis der intensiven Bürgerbeteiligung im Werkstattverfahren, aus dem das Bezirksamt Hamburg-Mitte den Bebauungsplan Billstedt 113 erarbeitet hat. Das Haus der Begegnung wurde mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeitskriterien und Einpassung in den vorhandenen Baumbestand als Holzbau entwickelt und spielt eine entscheidende Rolle in der Unterstützung und Integration der neu hinzuziehenden Bewohnerinnen und Bewohner.

 

Bezirkssenatorin Katharina Fegebank: „Das Haus der Begegnungen ist ein Meilenstein der Quartiersentwicklung. Im Kern des neuen Quartiers, das wir hier in den kommenden Jahren entwickeln werden, wird das neue Stadtteilzentrum zu einem zentralen Ort dieses Aufbruchs stehen. Gerade für Stadtteile, wie Billstedt, ist es ein wichtiges Signal, dass neue Begegnungsorte entstehen, die den Anwohner:innen ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot machen. Der investive Quartiersfonds ist ein wichtiges Instrument, um genau diese Infrastruktur in den Bezirken und Quartieren zu stärken. Das neue „Haus der Begegnungen“ bedeutet auch neue Chancen für Öjendorf und Billstedt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um auch in den kommenden Jahren bürgernah und gezielt vor Ort weitere vielfältige Stadtteilprojekte, Initiativen oder Sportvereine zu unterstützen, so dass alle Anwohner:innen davon profitieren können und sich das neue Quartier weiter gut entwickeln kann.“

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Hier und anderswo sind nach 2015 von Anfang an gemischte Quartiere entstanden, die für Einheimische und Geflüchtete gute Perspektiven bieten – Häuser der Begegnung gehören dazu! Das Haus der Begegnung am Haferblöcken wird Jung und Alt zusammenbringen und den gemeinsamen Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner fördern. Für das noch junge Quartier Haferblöcken ist das ein zentrales Vorhaben, das wir finanziell gern mit unterstützen. Danke an unsere Sprinkenhof für die bauliche Realisierung in einer Zeit, wo man mit vielen Herausforderungen am Bau zu kämpfen hat.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „In den letzten Jahren hat sich vieles im neuen Quartier Haferblöcken getan. Mit der wohnungsbaulichen Entwicklung durch die SAGA, die Hamburger Baugenossenschaft HANSA und die Gemeinnützige Baugenossenschaft Bergedorf-Bille ist der Wohnstandort Haferblöcken gestärkt und wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Am Ende dieser Entwicklung werden rund 500 neue Wohnungen für die Bewohnerinnen und Bewohner hier entstehen. Gleichzeitig gehört die Stärkung der Mitwirkungsmöglichkeiten und der Eigenaktivität der Bewohnerinnen und Bewohner zu den Leitzielen und den Erfolgsfaktoren unseres Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Da ehrenamtliches Engagement immer auch Begegnungsräume braucht, fördern wir Nachbarschaftseinrichtungen wie z. B. Gemeinschaftstreffs, Quartierszentren oder Begegnungsstätten. Ich freue mich sehr, dass wir heute im Quartier Haferblöcken – Dringsheide den Grundstein für einen solchen Ort des guten Miteinanders der Generationen, der Nationalitäten, der Geschlechter, der den Menschen im Quartier damit zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen.“

Michael Mathe, Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung, Bezirksamt Hamburg-Mitte: „Das Haus der Begegnung ist ein wichtiges Schlüsselprojekt unserer laufenden Quartiersentwicklung. Wir haben das Projekt zusammen mit vielen Partnerinnen und Partnern entwickelt, um dort vielfältige und vor allem bedarfsgerechte Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnquartiere westlich und östlich der Straße Haferblöcken machen zu können. Ebenso haben wir eine qualitätsvolle, wertige Architektur und ein optimales Raumprogramm gesichert. Gerade in Zeiten des pandemiebedingten Rückzugs in Privatheit ist das Haus der Begegnung ein wichtiges Zeichen für Zuversicht und für eine gemeinsame Zukunft.“

Thomas Strang, Bereichsleiter Projektrealisierung, Prokurist Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit der Grundsteinlegung des Haus der Begegnung einen weiteren großen Schritt für die Quartiersentwicklung in Billstedt zu machen. Der Neubau wird im Stadtteil einen Ort schaffen, der zu Integration und einem stärkeren Miteinander führen soll sowie zusätzliche Angebote anbieten wird. Mit besonderem Anspruch auf Nachhaltigkeit ist dieser Holzelementbau mit Dachbegrünung so geplant, dass er sich wie ein „Haus im Wald“ in seine Umgebung einfügen wird. Wir danken den Beteiligten für die bisherige gute Zusammenarbeit und wünschen einen weiterhin guten und unfallfreien Bauverlauf.“

 

Hintergrund

Auf einer Bruttogrundfläche von rund 800 Quadratmeter werden verschiedene Angebote zur Stärkung von Kommunikation und Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner östlich und westlich Haferblöcken durchgeführt. Außerdem werden Angebote wie beispielsweise Sprachkurse oder Kochgruppen zur Unterstützung und Integration der hinzuziehenden Geflüchteten angeboten. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 vorgesehen.

Der Senat der Stadt Hamburg hat im Jahr 2013 mit der Drucksache „Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen“ (UPW) beschlossen, über die Größenordnung des Vertrages für Hamburg hinausgehend, neue, großflächige Siedlungsflächen zur langfristigen Schaffung von dauerhaften Wohnquartieren zu entwickeln. Im Januar 2016 wurde durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte ein komplexes Werkstattverfahren mit verschiedenen Beteiligungsbausteinen durchgeführt und im Ergebnis Eckpunkte für die Quartiersentwicklung von Flächen östlich der Straße Haferblöcken festgehalten. Parallel wurde das gesamte Quartier 2016 als neues RISE-Schwerpunktquartier im Entwicklungsraum Billstedt/ Horn aufgenommen mit dem Ziel, wichtige Themen und Planungen wie die Ausstattung mit notwendigen Infrastruktureinrichtungen und die Gewährleistung unterstützender Integrationsmaßnahmen von Beginn an mitzubewegen und zu realisieren.

Über eine umfassende Förderung des Neubaus sollen möglichst langfristig gesichert niedrigschwellige Angebote für die Menschen im Quartier ermöglicht werden. Das insgesamt rund 4,3 Millionen Euro teure Projekt wird mit rund zwei Millionen Euro durch Bund-Länder-Mittel der integrierten Stadtteilentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen finanziert. Außerdem wurden mehr als 450.000 Euro aus dem investiven Quartiersfonds an den Bezirk übertragen, für den die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke verantwortlich ist. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte steuert selber rund eine halbe Million Euro aus Geldern der Jugendhilfe bei. Im Projekt kam es aufgrund Corona-bedingter Auflagen für die Bauausführung und stark gestiegener Holzpreise zu großen Mehrkosten in Höhe von 950.000 Euro. Hierfür werden zusätzliche Mittel der Finanzbehörde als Corona-Hilfe eingesetzt. 

An dem Neubau des Hauses wirken zahlreiche Beteiligte mit. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat das Projekt verantwortlich entwickelt. Die Sprinkenhof GmbH baut das Haus als Projektentwickler im Auftrag des Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Das Bezirksamt übernimmt das Gebäude im Hauptmietverhältnis von der Eigentümerin Sprinkenhof GmbH. Ende 2022 wird das Gebäude an die Johann-Wilhelm-Rautenberg-Gesellschaft übergeben, die in dem Haus sowohl eigene Angebote als auch Angebote anderer Träger anbieten und koordinieren wird.

 

Im Januar 2016 wurde durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte ein komplexes Beteiligungs-erfahren (Werkstattverfahren) mit verschiedenen Beteiligungsbausteinen durchgeführt und im Ergebnis Eckpunkte für die Quartiersentwicklung von Flächen östlich der Straße Haferblöcken festgehalten. Parallel wurde das gesamte Quartier seit 2016 im RISE-Fördergebiet Billstedt/Horn als Schwerpunkt gefördert mit dem Ziel, die Ausstattung mit notwendigen Infrastruktureinrichtungen und die Gewährleistung unterstützender Integrationsmaßnahmen von Beginn an mitzubewegen und zu realisieren. Das Haus der Begegnung ist Teil eines Maßnahmenbündels, das zu diesem Zweck umgesetzt wird: Im Sommer 2019 wurde bereits die Spiel- und Freizeitfläche „Grüne Mitte“ für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers eröffnet, zeitgleich wurde ein Quartiers- und Netzwerkmanagement eingerichtet, das als Ansprechmöglichkeit im Quartier besteht und Beratungen und Aktionen für die Menschen vor Ort anbietet. Zusätzlich wird es bald eine Quartierszeitung geben.

 

Investiver Quartiersfonds

Mit dem seit 2018 bestehenden investiven Quartiersfonds wird die Infrastruktur in den Hamburger Bezirken entlang gezielter Projekte finanziell unterstützt. Dabei werden Kinder- und Jugendeinrichtungen genauso berücksichtigt, wie soziale Projekte, Stadtteilkultur oder Sportanlagen. In Abstimmung zwischen Bezirksbehörde und Bezirken können damit vor Ort investive Maßnahmen gezielt unterstützt beziehungsweise gemeinsam finanziert werden. Mit dem Quartiersfonds werden die Bezirke, Bezirksversammlung und Bezirksverwaltung – gezielt dabei unterstützt, die Infrastruktur vor Ort zu verbessern und auszubauen.

 

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Hamburg soll als gerechte und lebenswerte Stadt weiterentwickelt und der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren.

Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert und damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen beigetragen.

Das Quartier Haferblöcken ist Teil des RISE-Fördergebiets Billstedt / Horn. Hamburg umfasst derzeit 27 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 33 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

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