Richtfest für den Neubau „Haus der Jugend Barmbek“
Am Standort Wittenkamp 17 entsteht ein moderner und nachhaltiger Neubau für das Haus der Jugend (HdJ) Barmbek. Nachdem im September 2025 der Grundstein für das Gebäude gelegt wurde, schreiten die Bauarbeiten auf Hochtouren voran, so dass heute das Richtfest unter Beteiligung von Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Staatsrätin Michaela Peponis von der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, Dr. Bettina Schomburg der Bezirksamtsleiterin Hamburg-Nord und Martin Sowinski als Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH gefeiert werden konnte.
Dr. Andreas Dressel, Senator der Behörde für Finanzen und Bezirke: „Mit dem heutigen Richtfest ist der nächste wichtige Schritt zur Fertigstellung des Hauses der Jugend Barmbek getan. Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die bezirkliche Infrastruktur und schaffen einen barrierefreien Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil. Das Gebäude erfüllt alle Anforderungen an moderne Jugendfreizeitenrichtungen. Solche Investitionen sind ein starkes Signal für unsere Bezirke und zeigen, wie wichtig die Förderung von Teilhabe, Bildung und sozialem Miteinander vor Ort ist. Zugleich ist es ein Aufbruch, gerade die Infrastruktur der Jugendarbeit in den Bezirken einer Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung zu unterziehen. Wir wollen in den nächsten Jahren den Sanierungsstau bei diesen Häusern unter die Lupe nehmen und Schritt für Schritt abbauen. Auch in finanziell schwierigen Zeiten wollen wir eine jugendgerechte Stadt sein und bleiben!“
Michaela Peponis, Staatsrätin der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung: „Das Haus der Jugend Barmbek zeigt, wie wichtig offene Kinder- und Jugendarbeit im Alltag junger Menschen ist. Hier geht es um verlässliche Ansprechpersonen, um Unterstützung, Beteiligung und Gemeinschaft. Dass die Jugendlichen ihre Wünsche bereits in der Planung einbringen konnten, macht diesen Neubau besonders wertvoll. So entsteht am Wittenkamp ein Haus, das zu den jungen Menschen im Stadtteil passt und das ihnen künftig wieder den Raum gibt, den gute Jugendarbeit braucht.“
Dr. Bettina Schomburg, Bezirksamtsleiterin Hamburg-Nord: „Ich freue mich sehr, heute das Richtfest für ein bezirkliches Vorzeige-Objekt zu feiern, das Maßstäbe setzt. Neben der pädagogischen Arbeit leistet auch das räumliche Angebot einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität und Wirksamkeit offener Kinder und Jugendarbeit im Stadtteil. Das neue Haus der Jugend Barmbek berücksichtigt die Bedürfnisse und Wünsche der jugendlichen Nutzer:innen, die wir in einem Beteiligungsprozess ermittelt haben. Zudem wird das barrierefreie Effizienzhaus 40 mit seiner Dach- und Grünfassade ein absoluter Hingucker sein. Ein Highlight für unsere Jugendlichen, das für Generationengerechtigkeit und die Zukunftsfähigkeit des Bezirks Hamburg-Nord steht.“
Martin Sowinski, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit dem Neubau des Hauses der Jugend Barmbek ein echtes Vorzeigeprojekt für eine moderne, städtische Infrastruktur im Rahmen unseres Baumanagements zu realisieren. Das Gebäude setzt in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz echte Maßstäbe: Mit dem Standard eines Effizienzhauses 40, der umweltfreundlichen Wärmepumpentechnik, der Photovoltaikanlage und der Kombination aus Holz- und Grünfassade schaffen wir ein zukunftsweisendes Gebäude. Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle, dass dieses innovative Projekt im Budget liegt und der Neubau trotz der witterungsbedingten Verzögerungen nach derzeitiger Planung im November 2026 plangemäß an den Nutzer übergeben werden kann.“
Partizipation von Anfang an – Planung mit den Jugendlichen
Ein zentrales Element des Projekts war von Beginn an die aktive Beteiligung der Jugendlichen. In der sogenannten „Phase 0“ erarbeiteten die Nutzer:innen gemeinsam mit dem Planungsteam das Raumprogramm. Dabei wurden Lieblingsorte benannt, Wünsche gesammelt und bei einer Exkursion zu einer anderen Jugendeinrichtung wichtige Erkenntnisse für die spätere Raumplanung gewonnen. Diese partizipativen Impulse dienten den Architekten als Grundlage für die Entwurfsplanung. Die enge Einbindung war besonders wichtig, nachdem die Raumsituation im alten Gebäude seit 2017 durch die erforderliche Schließung der Kellerräume massiv eingeschränkt war und dringender Handlungsbedarf für einen zukunftsfähigen Ersatzneubau bestand.
Baufortschritt – Arbeiten laufen auf Hochtouren
Zu den vorbereitenden Maßnahmen zählten – neben den im Mai 2025 erfolgreich abgeschlossenen Abbrucharbeiten – unter anderem eine umfassende Kampfmittelsondierung im Bereich der Erdarbeiten sowie Beweissicherungen an der Nachbarbebauung. Die Grundleitungen wurden bereits verlegt und erfolgreich auf Dichtigkeit geprüft.
Das nicht unterkellerte Gebäude wird sich über zwei Geschosse erstrecken. Baulich setzt das Projekt höchste Maßstäbe beim Klimaschutz und der Nachhaltigkeit: Der Neubau wird als barrierefreies Effizienzhaus 40 realisiert und erhält neben einer modernen Holzfassade eine vertikale Fassadenbegrünung an der Nord- und Südseite sowie ein ökologisches Gründach. Die Energieversorgung erfolgt über eine umweltfreundliche Wärmepumpe. Zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert, um den erzeugten Strom direkt im Gebäude zu nutzen.
Das Projekt liegt voll im geplanten Kostenrahmen: Alle wesentlichen Bauleistungen sind bereits zu 80 Prozent beauftragt. Den pädagogischen Betrieb wird nach der Fertigstellung weiterhin das Jugendamt des Bezirksamtes Hamburg-Nord übernehmen, gefördert durch die Rahmenzuweisungen der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (FAGSI).



































































































































































































































