Hinter den Kulissen der Deichtorhallen: Betonage nach Maß
Kernsanierung der Deichtorhalle Süd: Baustelleneinblicke aus dem Sommer 2026
Während Hamburg in den Sommerferien etwas ruhiger wurde, gingen die Arbeiten an den Deichtorhallen weiter voran. Im Rahmen der Kernsanierung der denkmalgeschützten Halle Süd - Haus der Fotografie - standen in den vergangenen Monaten zahlreiche anspruchsvolle Arbeiten auf dem Programm.
Ein wichtiger Bauabschnitt war die Herstellung der neuen Zwischendecke. Nachdem die Bewehrungsarbeiten abgeschlossen waren, konnte der Beton eingebracht und verdichtet werden. Was bei einem Neubau vergleichsweise geradlinig geplant und umgesetzt werden kann, stellt bei der Sanierung einer mehr als 100 Jahre alten Markthalle eine besondere Herausforderung dar.
Bauen im historischen Bestand erfordert individuelle Lösungen
Die Deichtorhallen sind nicht nur architektonisch prägend für Hamburg, sondern sind ein wichtiges Kulturdenkmal. Entsprechend sensibel muss mit der vorhandenen Bausubstanz umgegangen werden. Viele Bauteile können aufgrund der bestehenden Konstruktion und insbesondere des bereits vorhandenen Daches nicht einfach als Fertigteile eingebracht werden.
Stattdessen kommt es auf eine präzise Bestandsaufnahme, eine detaillierte Planung und die Anpassung der Ausführung direkt vor Ort an. Maße und Gegebenheiten des historischen Bestands müssen berücksichtigt und Lösungen häufig individuell entwickelt werden.
Diese Anforderungen zeigen sich auch bei der Erneuerung der Mauerwerksfassaden und beim maßgerechten Verputzen der charakteristischen Ziergiebel. Da alle vier Fassaden neu erstellt werden mussten, war es notwendig, das gesamte Dach über ein Gerüst abzufangen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die Arbeiten an den Fassaden sicher und fachgerecht durchführen zu können.
Großes Innenraumgerüst schafft Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen
Auch im Inneren der Deichtorhallen verändert sich das Bild derzeit deutlich: Das groß dimensioniertes Innenraumgerüst, welches den Innenraum der Halle einst komplett ausfüllte, verkleinert sich zunehmend und wird immer wieder versetzt. Hierbei muss die Position präzise gewählt werden, um die filigran gebaute, ursprüngliche Kellerdecke nicht zu beschädigen und zeitgleich optimalen Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen zu gewährleisten.
Gerade solche Maßnahmen machen deutlich, wie eng die einzelnen Arbeitsschritte bei einer Sanierung im Bestand miteinander verbunden sind. Bauzustände müssen frühzeitig geplant und aufeinander abgestimmt werden, damit die folgenden Gewerke ihre Arbeiten ausführen können.
Präzision, Abstimmung und Erfahrung
Die Kernsanierung der Deichtorhallen verbindet historische Bausubstanz, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes und die Anforderungen an eine zeitgemäße Nutzung. Das macht das Projekt besonders anspruchsvoll – und gleichzeitig besonders spannend.
Damit die einzelnen Bauabschnitte ineinandergreifen, müssen Planung, Bauleitung und die beteiligten Gewerke eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig braucht es auf der Baustelle immer wieder die Fähigkeit, auf die tatsächlichen Gegebenheiten des Bestands zu reagieren und praktikable Lösungen zu entwickeln.
Baustelleneinblicke im Video
Wie weit die Arbeiten im Sommer 2026 vorangekommen sind, welche Maßnahmen aktuell umgesetzt werden und welche Herausforderungen das Team auf der Baustelle beschäftigen, zeigt unser Kollege Kim Körner direkt vor Ort.
Im Video gibt er Einblicke in den aktuellen Baufortschritt und nimmt Sie mit auf die Baustelle der Deichtorhallen.
Schauen Sie rein und erleben Sie die Sanierung direkt vor Ort.










































































































































































































































